VerwaltungsgemeinschaftEbelsbach
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Nutzung von Feuerschalen/-tonnen

25.06.2021

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen zwei Arten von Feuerungsanlagen (Feuerschalen, Feuertonnen, Feuerkörbe), genehmigungsbedürftige und nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen.
Genehmigungsbedürftige Anlagen im Sinne des Immissionsschutzes sind Feuerschalen/-tonnen, welche einen Durchmesser von mehr als einem Meter besitzen.
Nicht genehmigungsbedürftige Anlagen im Sinne des Immissionsschutzes sind Feuerschalen/-tonnen bis maximal einem Meter Durchmesser.
Diese dienen in der Regel als Gemütlichkeits- oder Wärmefeuer. Auch bei nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden, damit es nicht zu Gefährdungen und Rauchbelästigungen kommt:
• Als zulässige Brennstoffe ist nur trockenes, naturbelassenes, stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, z. B. in Form von Scheitholz, kurzen Ästen, unbehandeltes Palettenholz sowie Presslinge in Form von Holzbriketts erlaubt (§3 Abs.1.BImSchV).
• Abfälle dürfen nicht ins Holzfeuer. Die Verbrennung von Gartenabfällen, wie Rasenschnitt, frischer Baum- und Strauchschnitt, Laub, sowie Holzabfälle aus gestrichenem, lackiertem oder mit Holzschutzmitteln behandeltem Holz sind verboten.
• Zudem ist darauf zu achten, dass neben dem zulässigen Brennstoff die Inbetriebnahme von Feuerschalen/-tonnen ein ausreichender Abstand zu Gebäuden und brandgefährdeten Materialien vorhanden ist. Als Richtwert gelten mindestens 3,00 m bis 5,00 m.
• Feuerschalen/-tonnen sind nie höher als 0,5 m bis 0,8 m mit Holz zu bestücken.
• Feuerschalen/-tonnen müssen auf eine feuerfeste Bodenplatte, wie Stein oder Kiesengrund, aufgestellt werden. Herkömmliche Feuerschalen/-tonnen dürfen nur im Freien verwendet werden.
• Die Feuerstelle ist zu jeder Zeit bis zum Erlöschen der Glut zu beaufsichtigen (beim Gebrauch von Feuerschalen/-tonnen entsteht eine große Hitze), auch ohne sichtbare Flammen, kann unter der Asche noch eine starke Glut vorhanden sein.
• Holzfeuer dürfen nur mit Holzspänen oder Kohlen- bzw. Grillanzünder entfacht werden. „Brandbeschleuniger“, wie Benzin, Spiritus oder Verdünnung dürfen niemals verwendet werden, es besteht Explosionsgefahr!
• Zur eigenen Sicherheit sollten Löschmittel (z. B. Feuerlöscher, Sand, Wasser oder andere geeignete Mittel) griffbereit in der Nähe sein.
• Die Feuerstelle sollte bei stärkerem Wind und anhaltender Trockenheit / Waldbrandgefahr (über Waldbrandstufe II) unverzüglich gelöscht bzw. nicht angezündet werden, um die Brandgefahr durch eventuellen Funkenflug zu vermeiden.

Wir bitten um Beachtung.