Kirchlauter
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Pettstadt

Der Name lässt auf eine Stätte oder einen Ort schließen, der Bete oder Steuer einbringt.
In einem Besitzstandsverzeichnis der Bamberger Benediktinerabtei St. Michael aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts (um 1145) werden acht Güter in Bettstadt als Besitz der Abtei aufgezählt. Obwohl es in der Nähe von Bamberg noch eine weitere Siedlung „Pettstadt“ gibt, dürfte es sich in diesem Falle um den gleichnamigen Ort bei Kirchlauter handeln, da im nämlichen Verzeichnis gleich danach Besitzungen in Kirchlauter genannt werden. Die Güter werden zwischen 1145 und 1245 immer wieder aufgezählt.
Im 14. und 15. Jahrhundert besitzen auch andere Ritterschaften und Ministeriale im Ort Lehen und Rechte, wie die Familie von Rotenhan. Nach dem Erwerb des Burggutes zu Kirchlauter durch Moritz von Guttenberg im Jahre 1502 vermehrte dieser seine Besitzungen und er erwarb auch das Dorf Pettstadt, womit er seither vom Würzburger Bischof belehnt wurde.

Ein Teil der Untertanen wandte sich während der Reformationszeit der lutherischen Konfession zu und gehört seither zur evangelischen Pfarrei Dörflis. Der katholische Anteil wird weiterhin von Kirchlauter aus betreut.
Durch den Pariser Vertrag von 1809 kam Pettstadt zum Landgericht Gleusdorf und 1862 zum Landgericht Baunach bzw. Rentamt Ebern. Seit 1978 kam die Gemeinde als Ortsteil nach Kirchlauter und wird heute in der Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach geführt.

Quellen und Literatur: Norbert Kandler, Geschichte der Pfarrei und ihres Umfeldes bis zur Barockzeit, Würzburg, 1985. Ders. Lutere-Lauter-Kirchlauter, Würzburg 1995. Ders. Kirchen, Kapellen und Schloß in der Pfarrei Kirchlauter, Würzburg 1995. Ders. Die Mariä-Himmelfahrtskirche zu Kirchlauter, 2009. Ders. Kirchlauter, in: Körner/Schmid (Hrsg.) Handbuch der Historischen Stätten, Bayern II, Franken, S. 262 f. Hellmut Kunstmann, Schloss Kirchlauter, Neustadt/Aisch, 1976.



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