Kirchlauter
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Goggelgereuth

Mit einer Zehntbelehnung der Familie von Rotenhan zu Renntweinsdorf durch den Würzburger Bischof wird „Godalgerüthe“ im Jahre 1373 erstmals erwähnt. Der Name deutet wohl auf eine Rodung durch kirchliche Persönlichkeiten (Godal, der Priester) hin.
Zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert wechselt die Lehensherrschaft über die Siedlung einige Male an verschiedene Ritterschaften wie an die von Bibra oder von Stein zu Altenstein, bleibt aber im Prinzip bei der Familie von Rothenhan. 1503 erwirbt es von dieser der in Kirchlauter neu ansässige Moritz von Guttenberg, in deren Besitz Goggelgereuth bis 1803 bleibt. Somit wird es auch im 1689 gegründeten Amt und der Gerichtszent Kirchlauter integriert, wohin es sogar einen Gerichtsschöffen zu stellen hatte.
Bei der Neuordnung 1809 wurde Goggelgereuth dem Landgericht Gleusdorf zugerechnet und gehört seit dem 19. Jahrhundert zur Gemeinde Kirchlauter.
Eine kleine, dem heiligen Bruder Konrad geweihte Kapelle im Dorf entstand durch Eigeninitiative der Bürger zwischen 1927 und 1932. Die Filiale ist seit den Anfängen in der Pfarrei Kirchlauter integriert.

Quellen und Literatur: Norbert Kandler, Breitbrunn und Goggelgereuth, zwei Filialen der Pfarrei Kirchlauter in den Haßbergen, in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter, Bd. 45, 1983, S. 119-128. Ders. Kirchlauter, Geschichte der Pfarrei und ihres Umfeldes bis zur Barockzeit, Würzburg, 1985. Ders. Lutere-Lauter-Kirchlauter, Würzburg 1995. Ders. Kirchen, Kapellen und Schloß in der Pfarrei Kirchlauter, Würzburg 1995. Ders. Die Mariä-Himmelfahrtskirche zu Kirchlauter, 2009. Ders. Kirchlauter, in: Körner/Schmid (Hrsg.) Handbuch der Historischen Stätten, Bayern II, Franken, S. 262 f. Hellmut Kunstmann, Schloss Kirchlauter, Neustadt/Aisch, 1976.



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