Breitbrunn
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Die Querkelsage vom Veitenstein

Zwischen den Sandsteinfelsen am Lußberg liegt der Eingang zu einer etwa 10m tiefen und 20m langen Höhle, der Veitenstein. Ob sie heute noch so tief ist? Jedenfalls versuchte jeder Naturfreund durch Hineinwerfen von allerlei Gerümpel die Tiefe der Höhle zu erforschen. Dies aber nahmen die Geister, die ehedem darinnen hausten, schwer übel. Längst sind sie ausgewandert, die kleinen Waldmännlein, die Querkel. In früheren Zeiten halfen sie den Menschen der Umgebung fleißig bei der Arbeit. Zum Lohne holten sie sich die Klöße aus den Töpfen der umliegenden Dörfer. Eines Tages bemerkten die Frauen der Dörfer, als sie sonntags vom Gottesdienst nach Hause kamen, daß die Anzahl ihrer Klöße weniger geworden war. Eine Aufpasserin kam den kleinen Klößdieben auf die Spur. Nun deckten die Frauen schwere Deckel auf die Töpfe, und die Zwerge, unfähig, diese aufzuheben, mussten hungern. Da Hunger wehe tut und die Zwerge erzürnt über die Ungastlichkeit waren, beschlossen sie auszuwandern. Von Hunger geplagt trippelten sie mit Sack und Pack durch den Wald davon, auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Seitdem gibt es auf dem Veitenstein keine Zwerge mehr, und die Leute müssen ihre Arbeit wieder selbst verrichten.


Zum Video: Die Querkel vom Veitenstein



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