Breitbrunn
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Kottendorf

 

 

 

Ursprünglich lag Kottendorf an Stelle der heutigen Hasenmühle und war wohl eine Siedlung von Slawen, die beim Landesausbau im 8./9. Jh. durch die Franken herangezogen wurden. Bei der Namensdeutung kann zum einen ein slawischer Personenname „Kotto" eine Rolle gespielt haben. Dies würde dann soviel wie Dorf des Kotto bedeuten. Ebenso könnte auch der Name Kottendorf von dem niederdeutschen Wort „Kothe" abgeleitet werden, was so viel wie einfaches Haus oder Gesindewohnung ohne Hof und Feld heißt.

Die Besitzungen um Baunach/Stufenberg, zu denen auch Kottendorf gehörte, gingen 1260 von den Herzögen von Andechs-Meranien an die Grafen von Truhendingen, die es 1396 an das Hochstift Bamberg verkaufen, über. Aus diesen hat sich das Amt Stufenberg/Baunach entwickelt.

Obwohl noch im Bereich des Würzburger Hochstifts gelegen, wurde Kottendorf vom bambergischen Amt Stufenberg verwaltet, gehörte aber in den Würzburger Hochgerichtssprengel Eltmann/Wallburg.
Noch bis Ende des 14. Jh. werden Würzburger und Bamberger Ministerialen mit Einkünften und Steuern aus Kottendorf belehnt.

Wie viele andere Orte müssen auch die Kottendorfer zum Erhalt der Mainbrücke in Eltmann beisteuern, wofür z.B. im Jahre 1444 jeder Bauer jährlich einen Laib Brot, die Söldenbesitzer (= Haus ohne Hof und Besitz) 2 Pfennige zahlen müssen.

Der Ort ist im 15. Jh. aber verödet und wüst. An der Stelle des Dorfes entsteht im 16. Jh. die heutige Hasenmühle. Etwas abseits am heutigen Platz lässt der Bamberger Bischof Marquard von Stauffenberg um 1690 die Siedlung neu errichten, weshalb sie zunächst Marquardsdorf genannt wurde.

Da sich der Name nicht durchsetzen konnte - im Volksmund heißt der Ort heute noch Neudorf - nannte man ihn bald wieder Kottendorf.

Kottendorf blieb bei der Gemeinde Lußberg bis diese schließlich bei der großen Gebietsreform am 1. Mai 1978 nach Breitbrunn eingemeindet wurde.


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