Breitbrunn
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Finkenmühle

Der Name leitet sich wohl aus der in der Nähe liegenden Flurbezeichnung „Finkenleite" ab, die heute nicht mehr gebräuchlich ist. ,Die Mühle am Köhlersbach hat schon im Jahre 1599 bestanden, da sie auf der Zweidler-Karte bereits abgebildet ist. Sie muss aber erst kurz zuvor gebaut oder um diese Zeit wieder neu aufgerichtet worden sein, denn im Jahre 1613 stand bei der Taufe der Tochter des Breitbrunner Hans Weltmann eine Margareta, die Frau des Klaus Mürsbachers aus der „Neuen Mühle unter dem Hermmesberg", als Patin zur Verfügung.

Dabei war der damalige Müller, Klaus Rambach, ein „eingefleischter" Protestant. Er weigerte sich 1624/25 hartnäckig und geschützt durch den Herrn von Rotenhan, von dem er die Mühle gepachtet hatte, wieder katholisch zu werden.

Die Mühle kam durch Kauf oder Tausch derer von Guttenberg zu Kirchlauter bzw. des Würzburger Bischofs Johann Gottfried von Guttenberg 1689/91 in den Besitz der Familie und wurde seither im neu errichteten Amt der Zent Kirchlauter verwaltet.

Im Juni 1744 heiratete Michael Steltz von Krum die „Finkenmüllerin", wobei nicht bekannt ist, ob er in die dortige Mühle zog.

Auch die Finkenmühle wurde nach 1803 in der Gemeinde Hermannsberg verwaltet, wo sie bis zur Eingemeindung nach Breitbrunn blieb.


Quelle: „Breitbrunn 875 Jahre" von Norbert Kandler



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